Fair geteilt
Zwei kleine Jungen stahlen einen Sack Orangen von ihrer Nachbarin und beschlossen auf den Friedhof zu gehen um ihn dort zu teilen.
Wenige Minuten später kam auf seinem Weg aus dem Gasthaus auch ein Säufer am Friedhof vorbei und hörte nur:
“eine für mich, eine für dich”
“eine für mich, eine für dich”
“eine für mich, eine für dich”
Er war sofort wieder nüchtern und lief zum Pfarrer um ihm folgendes zu erzählen:
„Herr Pfarrer auf dem Friedhof sitzen der liebe Gott und der Teufel und teilen sich die Seelen“.
Der Pfarrer entschloss sich selbst nach zu schauen und als er zum Friedhof kam, hörte auch er:
“eine für mich, eine für dich”
“eine für mich, eine für dich”
“eine für mich, eine für dich”
Plötzlich hörten die Stimmen auf zu zählen, denn die Kinder hatten gemerkt, dass sich zwei Personen dem Friedhof genähert hatten.
Schnell liefen der Pfarrer und der Säufer davon.
Denn wenn nicht mehr gezählt wurde, vielleicht waren sie an der Reihe und sie waren ja noch nicht tot.
Vielleicht ein guter Grund um diese Woche darüber nachzudenken, wer würde ihre Seele eigentlich erhalten?
Evangelist Benard Otieno Ojwang
